Vor gut einem Jahr las ich in der Zeitschrift c't von extra dünnen und flexiblen Gigabit-fähigen Netzwerkkabeln welche laut Hersteller sogar durch Fenster und Türöffnungen oder unter Tepich verlegt werden können.
Ich war gleich begeistert davon und habe mir trotz knappen Studentenbudgets 5 dieser Kabel mit 0,5 m Länge für ca. 50 EUR gekauft. Ich habe einen Switch auf meinem Tisch für unser lokales Heimnetzwerk welcher direkt neben den RJ45 Wandsteckdosen steht. Aus diesem Grund genügten jeweils 0,5 m. Der Switch ist dort fest aufgestellt und der Tisch ist bedingt durch integrierten PC und sonstigen engen Platzverhältnissen ebenfalls fest dort "eingebaut". Nach einiger Zeit jedoch habe ich festgestellt dass Datenraten von 1 Gbit nicht mehr erreicht wurden bzw. Verbindungen oft abbrachen. Ich habe die Kabel dann einmal untersucht und durchgemessen und war erstaunt bei allen 5 Kabeln, Kabelbrüche festzustellen. Ich bin dann von einem normalen Garantiefall ausgegangen und habe mich - da ich ja noch 2 Jahre Gewährleistung hatte - an die Herstellerfirma gewandt und um Gewährleistung gebeten. Dort sah man den Fall aber ganz anders und man schub die Schuld auf mich, es wäre typisches Zeichen für eine unsachgemäße Handhabung.
Zitat: "Ein Mangel von Slimwire Netzwerkkabeln, wie von Ihnen beschrieben, ist in der Regel auf unsachgemäße Handhabung zurückzuführen. Diese Kabel sind anders als Patchkabeln deutlich empfindlicher gegen Zug und Knicke. Aus diesem Grund müssen wir jegliche Gewährleistung leider ablehnen."
Da ich diese Kabel aber vielleicht nur ein paar Male aus dem Switch gesteckt bzw. umgesteckt habe innerhalb dieses Jahres, kann mich gar keine Schuld treffen. Dies habe ich der Firma auch so mitgeteilt was dort aber niemanden interessierte. Ich habe die Kabel dann trotzdem eingeschickt und bekam folgende Antwort:
"Wir haben die Kabel überprüft und einen Wackelkontakt einzelner Litzen direkt am Stecker festgestellt. Nach sorgfältiger Überprüfung gehen wir nach wie vor davon aus, dass es sich hierbei nicht um einen Produktionsfehler handelt, sondern um unsachgemäße Handhabung. Aus diesem Grund müssen wir auch weiterhin jegliche Gewährleistung leider ablehnen."
In einer weiteren E-Mail von Thomas Passlack dem "General Manager" heißt es "Wir haben die eingesendeten Kabel untersucht und verschiedene Brüche bzw. Wackelkontakte an den Kontaktpressungen festgestellt. Zu diesen typischen Fehlern kommt es unserer Erfahrung nach ausschließlich, wenn es zu einer ruckartigen oder dauernden Zugbelastung am Kabel gekommen ist."
Das heißt mir wird einfach unterstellt dass ich diese Kabel einer ruckartigen oder dauernden Zugbelastung ausgesetzt habe obwohl ich mehrfach betonte dass dies nicht der Fall sein konnte.
Hier die Kabel
Man soll diese Kabel also durch Fenster und Türen und unter Teppichböden verlegen können, aber man darf diese nicht normal verwenden. Auf jeden Fall weißt die Firma jegliche Schuld von sich wenn es auf Grund von (vermutlich) qualitativ minderwertigen Kabeln zu Kabelbrüchen kommt. Da beschleicht mich das Gefühl, dass ich nicht der einzige mit diesen Problemen sein kann.
Aus diesem Grund rate ich jedem von einer Verwendung dieser Kabel ab. Da gibt es Chinaware welche eine bessere Qualität besitzt als diese Kabel. Sollten Sie ähnliche Probleme mit diesen Kabeln erlebt haben, teilen Sie mir dies bitte mit.